Im AUKIV (Ausschuss für Umwelt, Klimaschutz, Infrastruktur und Verkehr) haben die Fraktionen von CDU und SPD in einem gemeinsamen Antrag die Verwaltung am 06.04.2107 aufgefordert zu prüfen,“… wie die Realisierung einer Güterverkehrsverbindung zwischen dem Stadtzentrum von Bergisch Gladbach und einem Güterverteilzentrum an der A4 (Abfahrt Frankenforst) durch „CargoCap“ zu realiseren ist.“

Zur Begründung wird dann auch schon darauf hingewiesen, dass sich in Vorgesprächen mit der Verwaltung und der örtlichen Industrie gezeigt habe, dass die Realisierung „aus wirtschaftlicher Sicht Erfolg verspricht“.

Nicht weniger als ein „weiterer Quantensprung“ ermögliche die Realisierung dieses Güterverkehrsträgers aus ökologischer, ökonomischer und gesellschaftspolitischer Sicht.

Nun denn, angesichts der Zunahme des Verkehrs und gleichzeitig verottender Infrastruktur insbesondere in rot-grün regierten Bundesländern könnte dieses neuartige Konzept (fahrerlose Fahrzeuge transportieren Güter unterirdisch) tatsächlich einen Vorteil gegenüber dem konventionellen Gütertransport darstellen.

In der Realität stellen sich allerdings Fragen, denn bereits das (zusätzliche) Umladen vom LKW in die Transportkapseln (oder umgekehrt) so kurz vor dem Ziel stellt einen Aufwand dar, der sich erst einmal lohnen muss. Ob die Transportkosten, die durch CargoCap entstehen, mit den Kosten für das direkte Anfahren der innerstädtischen Gewerbe- und Industriegebiete konkurrieren können, ist ebenfalls fraglich.

CDU und SPD stellten jedoch in ihrem Antrag ja bereits heraus, dass die Realisierung aus wirtschaftlicher Sicht Erfolg verspricht.

Das veranlasste uns zu der recht harmlosen Nachfrage, von welchen Erlösen und von welchen Kosten die beiden Antragsteller den ausgingen, natürlich nicht im Detail, sondern lediglich in welcher Größenordnung.

Die Antwort von beiden Seiten war kurz und präzise: Dazu könne man keine Angaben machen.

mitterechts/LKR hat dem Prüfauftrag zugestimmt, denn dafür ist der Aufwand nicht gewaltig.

Der Umstand, dass hier bei einem Transportkonzept, für das bereits seit mehr als zehn Jahren ganz offensichtlich völlig erfolglos Investoren gesucht werden, eine gewisse Schwärmerei den Ton der Debatte bestimmt, macht uns allerdings nachdenklich.

Wer einen wirtschaftlichen Erfolg in den Raum stellt, ohne auch nur ansatzweise Erlöse oder Kosten, geschweige denn beides zu kennen, befindet sich in der gefährlichen Stimmung, in der Investitionsruinen gezeugt und geboren werden.

Die Liberal-Konservativen Reformer stehen für die Art von wirtschaftlicher Vernunft, die der Politik im Großen wie im Kleinen abhanden gekommen ist. Wir werden das Ergebnis des Prüfauftrages völlig unvoreingenommen aufnehmen und strikt darauf achten, dass Politik und Verwaltung in Bergisch Gladbach nicht aus Schwärmerei und Abgehobenheit öffentliches Geld verschwenden.

mitterechts/LKR wirft CDU und SPD im Stadtrat bei CargoCap „eine gewisse Voreingenommenheit“ vor

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